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Girls' Day und Boys' Day erfolgreich

Am 26. April haben Girls’Day und Boys’Day zum zweiten Mal parallel stattgefunden. Bundesweit haben rund 150.000 Schülerinnen und Schüler an diesen einzigartigen Berufsorientierungsaktionen teilgenommen.

Am zweiten bundesweit koordinierten Boys’Day - Jungen-Zukunftstag beteiligten sich mehr als 4.700 Einrichtungen und Betriebe. Gemeinsam boten sie insgesamt über 33.500 Jungen die Möglichkeit für einen Tag in Berufe hinein zu schnuppern, in denen Männer bisher unterrepräsentiert sind. Außerdem wurden den Jungen verschiedene Workshops zu Sozialkompetenzen und Lebensplanung fernab tradierter Rollenvorstellungen angeboten.

"Moderne Gleichstellungspolitik darf nicht ausschließlich nur auf Frauen oder nur auf Männer ausgerichtet sein", sagt Bundesfamilienministerin Kristina Schröder. "Wenn wir wirklich vorankommen wollen, müssen wir Frauen und Männern die Möglichkeit geben, sich von überholten Rollenmustern zu lösen - in der Familie wie in der Arbeitswelt. Deshalb habe ich im vergangenen Jahr den Boys'Day eingeführt. Ich freue mich darüber, dass schon im zweiten Jahr so viele Jungs die Gelegenheit nutzen, in zukunftsorientierte Berufe hinein zu schnuppern, die sie bislang noch viel zu selten in den Blick nehmen.

Der Girls’Day konnte in seinem zwölften Jahr mit über 9.500 Veranstaltungen insgesamt mehr als 115.000 Mädchen einen Aktionsplatz bieten. Der Mädchen-Zukunftstag ist damit das größte Berufsorientierungsprojekt für Mädchen und findet auch international immer mehr Nachahmung. Insgesamt 12 Staaten veranstalten einen durch Deutschland inspirierten Girls’Day. In diesem Jahr erstmals mit dabei sind Ungarn und Kirgisistan. Hier hat der Girls’Day nicht nur die Funktion, Mädchen technische Berufe näherzubringen, sondern auch emanzipatorische Grundlagen, wie die berufliche und private Selbstbestimmung zu schaffen. Für die IT-Branche wurde am Girls’Day darüber hinaus der "Girls in ICT Day" initiiert, der weltweit Mädchen und Frauen auf die IT-Berufe aufmerksam machen soll.

In Deutschland hat Bundeskanzlerin Angela Merkel den Auftakt zum Girls’Day 2012 veranstaltet. 24 Mädchen von Berliner Schulen konnten im Bundeskanzleramt einen Technik-Parcours zum Mitmachen durchlaufen und auch persönlich mit der Kanzlerin sprechen.

Am Girls’Day und Boys’Day empfing Bundesfamilienministerin Kristina Schröder ebenfalls Schülerinnen, aber auch Schüler an ihrem Dienstsitz. In getrennten Gruppen konnten die Mädchen an verschiedenen Stationen ihr technisches Können erproben, während die Jungen sich in Heilberufen, in der Senioren- oder der Kinderbetreuung ausprobierten.

Das BMBF lud gemeinsam mit dem Ferdinand-Braun-Institut, dem Leibniz-Institut für Kristallzüchtung, der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung sowie dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt zum Girls’Day in das Berliner Adlershof. Die Mädchen konnten hier jeweils zwei der Institute besichtigen und spannende Experimente durchführen.

Hintergrundinformationen
Girls’Day und Boys’Day sind parallel stattfindende Aktionstage zur Berufsorientierung speziell für Mädchen bzw. Jungen. Hierbei lernen die Jugendlichen Berufe kennen, in denen ihr Geschlecht jeweils noch unterrepräsentiert ist. Dies bedeutet, dass Mädchen am Girls’Day vornehmlich in die Bereiche Technik, Naturwissenschaft, Handwerk und IT sowie in Führungsetagen hinein schnuppern. Jungen lernen am Boys’Day vor allem Berufe aus den Bereichen Gesundheit, Soziales und Erziehung kennen und haben die Möglichkeit, an Workshops zu Sozialkompetenz, Rollenvorstellungen sowie Berufs- und Lebensplanung teilzunehmen.

Quelle:
Pressemitteilung Gilrs' Day / Boys' Day
Datum:
27.4.12
WWW-Link:
http://www.girls-day.de/ http://www.boys-day.de/

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Themenbereiche:
Bildungspolitik / Bildungswesen, Berufliche Aus- und Weiterbildung, Mediennutzung allgemein


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