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9. Bericht über die Lage der Ausländerinnen und Ausländer in Deutschland

Staatsministerin Böhmer legte heute dem Kabinett den 9. Bericht über die Lage der Ausländerinnen und Ausländer in Deutschland vor.

"Noch nie hat sich bei der Integration so viel bewegt wie in den vergangenen beiden Jahren. Die Chancen der Migranten auf gleiche Teilhabe haben sich durch wichtige gesetzliche Änderungen wesentlich verbessert. Hierfür stehen beispielsweise das Gesetz zur verbesserten Anerkennung ausländischer Abschlüsse oder das eigenständige Bleiberecht für gut integrierte Jugendliche und Heranwachsende. In den Bereichen Sprache, Bildung, Ausbildung und Arbeitsmarkt sind wir große Schritte vorangekommen. Zugleich wird deutlich: Um die Herausforderungen der Zukunft meistern zu können, haben wir einen Paradigmenwechsel von der nachholenden zur vorausschauenden Integrationspolitik eingeleitet. Wir öffnen neben der Reparaturwerkstatt jetzt die Zukunftswerkstatt", betonte Staatsministerin Maria Böhmer bei der heutigen Vorstellung des 9. Berichts über die Lage der Ausländerinnen und Ausländer in Deutschland. Zuvor hatte sie den Bericht dem Bundeskabinett vorgelegt.

Der Bericht umfasst den Zeitraum von Frühjahr 2010 bis Frühjahr 2012. Während die Zahl der Gesamtbevölkerung zurückgeht, steigt der Anteil der Migranten: 2010 lebten 15,7 Millionen in Deutschland. Mehr als die Hälfte der Migranten besitzt die deutsche Staatsbürgerschaft. "Entscheidende Voraussetzung für eine gelingende Integration sind gute Sprachkenntnisse. Umso wichtiger ist die Sprachförderung von Anfang an. Es ist ein großer Fortschritt, dass gezielte Sprachförderung im Kindergarten nahezu flächendeckend in allen Bundesländern stattfindet. Wegen der zahlreichen unterschiedlichen Verfahren haben Bund und Länder beschlossen, gemeinsam die Wirksamkeit der Sprachfördermaßnahmen zu überprüfen. Das begrüße ich ausdrücklich. Der Bund setzt bei der Sprachförderung von Anfang an ein wichtiges Zeichen: Das Programm Offensive Frühe Chancen' des Bundesfamilienministeriums stellt von 2011 bis 2014 insgesamt 400 Millionen Euro für 4000 Schwerpunkt-Kitas zur Verfügung", erklärte Böhmer.

Die Betreuungsquoten von Kindern mit Migrationshintergrund zwischen drei und unter sechs Jahren haben sich positiv entwickelt. Die Quote stieg von 2008 bis 2010 von 81,8% auf 85,7%. Die Daten des Lageberichts zur Bildung zeigen, dass die Migranten aufholen. So ist der Anteil der ausländischen Schüler, die die Schule mit einer (Fach-) Hochschulreife verlassen, von 2005 bis 2010 um insgesamt 36% gestiegen. Bei den deutschen Schülern betrug der Anstieg 26%. Allerdings ist der Abstand noch beachtlich: Von den deutschen Schulentlassenen erreicht etwa jeder dritte (36%) die (Fach-) Hochschulreife, von ausländischen Schülern nicht einmal jeder Sechste (15%).

Die vollständige Pressemitteilung finden Sie unter: 9. Bericht über die Lage der Ausländerinnen und Ausländer in Deutschland

Quelle:
Pressemitteilung Bundesregierung
Datum:
27.6.12
WWW-Link:
http://www.bundesregierung.de/Content/DE/Artikel/IB/Artikel/Themen/Ges ellschaft/Allgemein/2012-06-27-pm-neunter-lagebericht.html
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Themenbereiche:
Mediennutzung durch Menschen mit Migrationshintergrund / Aktivitäten für Menschen mit Migrationshintergrund


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