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Die Stiftung Pfennigparade in München bietet barrierefreie Kurse zur Vorbereitung auf die ECDL-Prüfung an. Der Europäische Computer Führerschein (ECDL) ist ein in 148 Ländern anerkanntes Zertifikat zum Nachweis von grundlegenden IT-Kenntnissen.
Seit 2010 bietet Anne Holzer, Gruppenleiterin für Förderung & Integration im Rehabilitationszentrum der Stiftung Pfennigparade, als Dozentin Vorbereitungskurse für den ECDL an. Teilnehmen kann jeder, der in einer der stiftungseigenen Werkstätten oder im Integrationsunternehmen angestellt ist. Das ECDL- Zertifikat bietet einen sehr großen Vorteil für unsere Mitarbeiter
, betont Holzer und erklärt weiter: Oft sind herkömmliche Ausbildungsberufe ungeeignet für unsere Mitarbeiter - da ist die Arbeit am PC eine einmalige Möglichkeit, um die Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu verbessern.
Der ECDL-Syllabus beinhaltet acht Module. Er beschreibt, welche Kenntnisse und Fertigkeiten ein ECDL-Kandidat nachweisen muss. Arbeitgeber, denen das Zertifikat vorgelegt wird, können sich damit ein eindeutiges Bild von den nachgewiesenen Kenntnissen machen. Bundesweit gibt es über 1.500 autorisierte ECDL-Prüfungszentren.
Das Projekt "ECDL barrierefrei" wendet sich anAlle behinderungskompensierenden Techniken und Technologien dürfen bei einer Prüfung verwendet werden. Für blinde Menschen stehen ECDL Tests zur Verfügung, die ohne Maus beantwortet werden können und das blindenspezifische Arbeiten mit Software berücksichtigen (Shortcuts). Die Prüfungssoftware ermöglicht das Arbeiten mit Braille-Zeile und Screenreader. Gehörlose Menschen dürfen in der Prüfung Gebärdendolmetscher in Anspruch nehmen. Lehr-/Lernmaterialen zum ECDL für Blinde finden Sie unter www.augenbit.de, eine Seite der Arbeitsgemeinschaft Informationstechnologie des VBS (Verband der Blinden- und Sehbehindertenpädagogen und -pädagoginnen e.V.).