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Cybermobbing, Happy Slapping, Snuff-Videos und Handybashing gehören heute vielerorts in den Alltag von Schülerinnen und Schülern. Vor allem moderne Mobiltelefone mit Funktionen wie Foto-, Film- und Tonaufnahmen sowie die Möglichkeit der unkomplizierten Verbreitung dieser Inhalte via MMS und Bluetooth lassen Ju-gendliche schnell vergessen, dass nicht alles erlaubt ist, was Spaß macht. Wenn die Grenzen der Legalität einmal überschritten sind, bleibt es oftmals nicht bei der Verbreitung von im Internet zugänglichen (illegalen) Medien. Jugendliche nutzen ihre Medienkompetenz darüber hinaus auch zur Produktion eigener Formate: Das Dissen (Beschimpfen oder Diffamieren) von unbeliebten Mitschülern im World Wide Web, sogar die Weitergabe von pornographischen Aufnahmen der eigenen Exfreundin oder des Exfreundes ist unter Schülern weiter verbreitet, als sich Pädagogen und Erziehungsberechtigte (alb-)träumen lassen.
Ziel dieses Seminars ist es, einen Blick in die Medien unserer Schüler zu wagen und in diesem Zusammenhang Interventionsmöglichkeiten im Falle problematischer Nutzung aufzuzeigen. Hierbei bewegt sich das Spektrum von Aufklärung über aktive Medienarbeit bis hin zu Ordnungsmaßnahmen. Darüber hinaus wird ein Überblick zur aktuellen Rechtsprechung vom Handyverbot bis zur Verleumdungsklage gegeben. Schließlich wird demonstriert, wie ein bewusster und verantwortungsvoller Umgang mit Neuen Medien durch deren pragmatische Einbindung in den Unterricht gefördert werden kann. Dies kann anhand ausgewählter Beispiele im Anschluss aktiv erprobt werden.
Nach Absprache lässt sich die Veranstaltung um das Modul ‚Computerspiele‘ - mit Schwerpunkt auf Sucht- und Gewaltpotenziale - erweitern.
Veranstaltungsformat: Mischung aus Kurzvortrag und Diskussion/Übung