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58% der Bundesbürger misstrauen den großen Onlinediensten wie Google, Facebook, Twitter und Co, wenn es um den Umgang mit persönlichen Daten geht - und das in der Regel, ohne je einen Blick in die jeweiligen Datenschutzbestimmungen geworfen zu haben. Lediglich jeder dritte Deutsche hat bereits einmal die of?ziellen Datenschutzstatements der großen Anbieter gelesen.
Dies ist das Ergebnis einer repräsentative Erhebung im Auftrag der Firma youCom.de. 33% aller befragten Teilnehmer geben an, den großen Dienstanbietern im Netz beim verantwortungsvollen Umgang mit Nutzerdaten kein Vertrauen zu schenken, ohne selbst in den jeweiligen Plattformen ermittelt zu haben, was mit den eigenen Daten passiert. Immerhin weitere 25% teilen zwar die Skepsis, allerdings nach Lektüre der Datenschutzbestimmungen.
In den zahlreichen Datenschutzdiskussionen wird oft mit erschreckend viel Unwissen argumentiert', so Dominik Schwarz von der Kölner Internetagentur Schwarz und Kollegen. Die Beschäftigung mit trockenen Rechtstexten ist den meisten Menschen lästig, also werden sie schnell weggeklickt und die teils abenteuerlichen Vorstellungen, was mit den eigenen Daten passiert, bleiben bestehen', so Schwarz weiter. Dabei haben vor allem die jungen Menschen Datenschutz als Thema, das alle angeht, akzeptiert: Lediglich ein Prozent der Befragten zwischen 16 und 25 stuft den Umgang der großen Internetdienste mit den eigenen Daten für sich als nicht relevant ein.
"Es ist erfreulich, dass gerade in dieser Altersgruppe nahezu jedem die Bedeutung des Themas Datenschutz im Netz zumindest grundsätzlich bewusst ist. Nun fehlt es an der Umsetzung und Konsequenz daraus", erklärt Schwarz und nimmt dafür beide Seiten in die P?icht: "Die Anwender müssen lernen, dass ihnen niemand die Aufgabe abnimmt, selbst die jeweiligen Bedingungen zu prüfen, zu denen Webangebote genutzt werden."
An die Unternehmen appelliert Schwarz, nicht nur ihre Produkte, sondern auch ihre Datenschutzpolitik besser zu vermarkten. Vertrauen kann nur aufgebaut werden, wenn zwei Dinge erfüllt sind: 1. Es existieren auch tatsächlich angemessene Datenschutzregeln. 2. Die bestehenden Regeln werden verständlich, nachvollziehbar und einfach erklärt. Nur so lässt sich vermeiden, dass es zu oft geschäftsschädigenden Vorstellungen in den Köpfen der Kunden kommt.'
Für die repräsentative Erhebung wurden im Auftrag der Firma YouCom vom Kölner Meinungsforschungsinstitut YouGov zwischen dem 6. und 8. Februar 1.076 Bundesbürger befragt.