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Das Europäische Institut für Innovation e.V. hat am 8. November in Kooperation mit der Stadt Osterholz-Scharmbeck den 2. Fachtag E-Inclusion mit dem Titel "Unterstützung von Inklusionsprozessen durch neue Medien" durchgeführt. Das Ziel der Veranstaltung war aufzuzeigen, wie die Potentiale digitaler Medien bei der Förderung der Inklusion verschiedener sozial benachteiligter Gruppen positiv genutzt werden können.
Das Bundeskabinett hat am 15. Juni 2011 den Nationalen Aktionsplan zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention beschlossen.Der Hintergrund: In Deutschland leben etwa 9,6 Millionen Bürger mit einer Behinderung. Der Leitgedanke des Aktionsplans ist die Idee der Inklusion.
Im Rahmen des Projekts "I2HOME" haben Forscher aus der Tschechischen Republik, Deutschland, Portugal, Spanien und Schweden mit EU-Fördermitteln in Höhe von 2,7 Mio. Euro eine Lösung entwickelt, die es älteren und behinderten Menschen erleichtert, verschiedene elektronische Anlagen mit ihrem Mobiltelefon oder anderen Geräten zu bedienen.
Ende November fand erneut ein Training in den Räumlichkeiten im Essener Franz-Sales-Haus statt, welches ebenfalls vom Trainer Dominik Schwarz durchgeführt wurde. Während bei Trainingstermin im Mai Auszubildende für den Beruf Heilerziehungspfleger geschult wurden, waren nun ausschließlich Heilerziehungshelfer-Azubis anwesend. Zwischen beiden Lehren besteht laut Schulleiter Herrn Lastering teils ein großer Unterschied bei der Vorbildung und im Lernverhalten der Schüler. Diese Einschätzung bestätigte sich auch im Training. Die Zahl und Qualität der Rückfragen machte aber deutlich, dass zwar durchaus großes Interesse an den Thematiken besteht. Viele der Teilnehmenden arbeiten in Einrichtungen, in denen Schwer-Mehrfachbehinderte betreut werden.
Anfang Dezember fand in den Räumlichkeiten der Einrichtung Haus zum Guten Hirten in Münster ein Training ‚Inklusive Internet‘ statt, welches vom Trainer Dominik Schwarz durchgeführt wurde. Der zur Verfügung stehende Schulungsraum war für 12 Teilnehmer angemessen groß und die Versorgung mit Materialien ausreichend. Leider bestand die Problematik, dass sich jeder der genutzten Rechner in seiner Softwareausstattung unterschied, so war teils Flash installiert, teilweise nicht, teils die Monitorauflösung sehr gering, teils ausreichend.
Blinde oder sehbehinderte ältere Menschen stoßen oft auf erhebliche Probleme beim Zugang zu PC und Internet. Im Gegensatz zu jüngeren Menschen mit Behinderung haben sie die erforderlichen Kompetenzen im Umgang mit Computer und Internet nicht in Schule, Ausbildung und Beruf erwerben können. Andererseits kann gerade diese Gruppe besonders von der Nutzung des Internet profitieren und die Selbständigkeit in der Alltagsbewältigung zurückerlangen. Vielfach sind Interesse, Neugier und der Mut, auch im Alter noch einmal etwas Neues lernen zu wollen, vorhanden. Entsprechende Lernangebote, die auf die Eignung für diese Zielgruppe erprobt wurden, sind aber kaum verfügbar.