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Am 23. und 24. März 2012 fand in Stuttgart der erste Workshop zum Social-Media-Pilotprojekt Status: IN BEWEGUNG - Fit in Sozialen Netzwerken' der DTJ mit 16 TeilnehmerInnen zwischen 15 und 27 Jahren aus ganz Deutschland statt. Die Stiftung Digitale Chancen begleitete das Projekt und unterstützt die Veranstalter bei der medienpädagogischen Auswertung.
Die DTJ-Vorstandsmitglieder Christian Keipert und Thomas Scheuerle empfingen die Projektteams, die aus Freiburg, Tuttlingen, Lauffen am Neckar und Berlin angereist waren, am Freitag am späten Nachmittag in der neuen und sehr modernen Jugendherberge Neckarpark in Stuttgart-Bad Cannstatt. Nach einem gemeinsamen Abendessen ging es direkt ins KunstTurnForum Stuttgart, wo die TeilnehmerInnen einiges über die Hintergründe des Trainingszentrums erfuhren und sich dann auf Trampolin und Tumblingbahn erst einmal richtig austoben und gleichzeitig bei einigen Spielen näher kennenlernen konnten.
Am Samstagmorgen stand dann ein spannender Vortrag von Fabian Sauer von Medienkompetenz 2.0 in einem schicken Konferenzraum des SpOrt Stuttgart auf dem Programm. Die Organisation Medienkompetenz 2.0 e.V.' ist eine studentische Initiative, die mittlerweile mehrere Ortsgruppen in ganz Deutschland hat und vorwiegend an Schulen Vorträge zum richtigen Umgang mit sozialen Netzwerken macht. Fabian informierte ausführlich über die Fallstricke in der Datenschutzpolitik bei Facebook und Co., gab verschiedene Tipps, die man beim Surfen in Sozialen Netzwerken beachten sollte, und beantwortete die vielen Fragen der TeilnehmerInnen.
Um eine andere Form von Medienkompetenz ging es dann anschließend, und die Frage für den Rest des Tages war, wie man Sport und soziale Netzwerke kreativ kombinieren könnte, um Jugendliche zu körperlicher Bewegung zu motivieren. Zunächst erarbeiteten die Teilnehmerinnen nach einigen Anregungen mögliche Chancen und Risiken der Kombination von Sport und soziale Netzwerken, die sie dann der Gruppe vorstellten. Dabei waren alle einig, dass soziale Netzwerke vor allem eine gute Präsentationsmöglichkeit für den Sport sind und es ermöglichen, Kreativität anzuregen, Gemeinschaft zu fördern und an sportliche Trends anzuknüpfen. Sportler als Vorbild und das (konstruktive) Feedback anderer Netzwerk-Mitglieder könnten dabei als Motivation dienen, bestimmte sportliche Ziele zu verfolgen und zu erreichen. Andererseits müsste darauf geachtet werden, dass man auch im Netz fair miteinander umgeht und nicht durch destruktive Kritik gerade die Motivation von Nicht-Sportlern noch weiter verschlechtert. Zudem sollte man aufpassen, durch hohen (Pflege)Aufwand die hohe Nutzungsdauer von sozialen Netzwerken noch weiter zu erhöhen, und natürlich gilt es auch hier, auf die Sicherheit der persönlichen Daten zu achten.
Nach der Mittagspause wurden gemeinsam dann einige Prinzipien erarbeitet, die für die zu entwickelnden Projekte gelten sollten, wie zum Beispiel, dass der Spaß im Vordergrund stehen sollte, dass die Beteiligten einen Gemeinschaftsgedanken entwickeln können sollten, dass man fair miteinander umgeht und dass die Wirkung möglichst langfristig sein sollte.
Schließlich widmeten sich die Gruppen dann den Projektideen, die sie teilweise schon mitgebracht hatten, und arbeiteten diese mit Unterstützung von Christian und Thomas weiter aus. Eine Schulklasse plant zum Beispiel, einen Tanz-Flashmob vorzubereiten und allen Mitschüler per Video die Choreographie zu vermitteln und sie zur Teilnahme zu motivieren. Ein Projektteam aus Freiburg möchte eine Bildergeschichte entwickeln und online verbreiten, die zeigt, warum Bewegung wichtig ist und mehr Spaß macht als nur vor dem Computer zu sitzen. Und schließlich planen Turn-, Parkour- und Trial-Bike-Teams mit kurzen Videoclips für ihren Sport zu werben und einzelne Bewegungselemente vorzustellen.
Dafür haben sie nun drei Monate Zeit, um mit Unterstützung von Projektpaten ihre Vorhaben zu realisieren. Anfang Juli findet dann ein Feedback-Workshop wiederum in Stuttgart statt, bei dem die Teams von ihren Erfahrungen berichten und die Projekte dokumentieren, um sie anderen zur Verfügung stellen zu können. Dafür erhalten sie einen EU Youth Pass, der sich nicht nur als Dokumentation der kreativen Auseinandersetzung mit einem Zukunftsthema versteht, sondern sich auch nützlich für den weiteren Lebensweg erweisen kann.
Das Feedback der TeilnehmerInnen nach dem Workshop war äußerst positiv, und es zeigte sich, dass das Thema soziale Netzwerke und bzw. im Sport sehr aktuell ist und die Jugendlichen beschäftigt. Diesen Eindruck brachten Christian Keipert und Thomas Scheuerle auch von der SPORTIVISION Konferenz mit, die am 19. und 20 März in Kopenhagen stattfand und von der International Sports and Culture Association' (ISCA) im Rahmen der dänischen EU-Ratspräsidentschaft ausgerichtet wurde. Die beiden Vorstandsmitglieder haben das Projekt dort mit einem Poster vorgestellt und konnten sich in vielen Gesprächen mit Interessierten aus ganz Europa austauschen. Dabei wurde deutlich, dass der von der Turnerjugend genutzte Ansatz die richtige Zielsetzung verfolgt. Nämlich Projekte auf sämtlichen Verbandsebenen und auch sportartübergreifend zu initiieren, um damit einen direkten Mehrwert für Vereine sowie Mitglieder und potenzielle Interessenten zu schaffen. Das ist nicht nur motivierend, sondern schafft auch neue Wege in der Angebotsentwicklung und bietet neue Bindungspotenziale.
Die DTJ wird also an dem Thema dran bleiben und zum Beispiel auf der Homepage, Facebook, Twitter und Co. über die weiteren Entwicklungen informieren. Klickt doch einfach mal rein, folgt uns bzw. werdet Fan. Alle Infos hierzu findet sind zu finden auf der Tuju-Homepage www.tuju.de