Veröffentlicht am: 18.02.16

Jugendliche und mobile Medien: "... weil sie da mit Daten machen, was sie wollen.“

Zweiter ACT ON! Short Report zur Monitoringstudie

Online-Kommunikation und Persönlichkeitsrechte aus Sicht von 12- bis 14-Jährigen sind die Schwerpunkte des zweiten Short Reports mit ausgewählten Ergebnissen aus der ACT ON! Monitoringstudie.

Verunsichert sind die Heranwachsenden in der Frage, wie sie ihre Persönlichkeitsrechte im Internet schützen können. Wenn es um Datenspionage und Datenmissbrauch geht, schwanken einige zwischen naiver Risikoverdrängung und einem übersteigerten Misstrauen, das selbst hilfreiche Angebote unter Generalverdacht stellt. Offenkundig kennen die Jugendlichen kaum seriöse Quellen, bei denen sie sich über Apps und Online-Angebote sowie verbundene Risiken zuverlässig informieren können. Beim Thema Datenspionage und Datenauswertung besteht zudem kein Bewusstsein über die gesellschaftliche Bedeutung des Themas.

Die Ergebnisse zeigen, dass die Heranwachsenden viele Online-Risiken kennen. In vielen Fällen fehlt es ihnen jedoch an konkretem Handlungswissen, um sich gegen Gefahren zur Wehr zu setzen oder sich Hilfe zu holen. Dabei zeigt sich oft ein starkes Wissensgefälle zwischen Jugendlichen innerhalb der gleichen Klasse oder Freizeitgruppe.

Der 2. ACT ON! Short-Report kommt zu folgenden Schlussfolgerungen:

  • Der Austausch zwischen Jugendlichen, die erfahren sind und als Expertinnen und Experten viel (Technik-)Wissen haben und jenen, die weniger Erfahrung mit digitalen Medien haben, muss systematisch gefördert werden.
  • Eltern und Fachkräfte sind mit Informationen und konkreten Handlungsanregungen zu unterstützen, damit sie von den Jugendlichen als kompetente und vertrauenswürdige Ansprech­partner bei medienbezogenen Fragen und Problemen wahrgenommen werden.
  • Gerade in der Debatte um den Umgang mit Privatsphäre im digitalen Raum kommt den Bildungsinstitutionen eine wichtige Aufgabe zu, um Heranwachsende und Erziehende bei ihrem souveränen Medienumgang zu unterstützen.
  • Die Jugendlichen brauchen eine an ihren Bedürfnissen orientierte, niedrigschwellige und flächendecke Beratungsstruktur, wenn es um Probleme in Folge von Online-Risiken geht, die sie im sozialen Umfeld niemandem anvertrauen möchten oder für die sie dort keine kompetenten Ansprechpartner finden. Solche Anlaufstellen müssen über eine große Bekanntheit bei den Jugendlichen verfügen.

Hier gelangen Sie zum Short Report (pdf, 0,41 MB).

Weitere Informationen

www.jff.de/jff...
Quelle: JFF – Institut für Medienpädagogik, PM vom 5.2.2016



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